Ghost Towns – Audiovisuelle Performance

mit Lawrence English und den Freiburger Künstlern Ephraim Wegner, Face_T, Linear B3 und Ralf Freudenberger, Roland Sproll, und Uwe G. Hoenig am Samstag, 10. November, ab 22 Uhr in der HörBar (Innenhof des Kulturparks), Haslacher Straße 43, 79115 Freiburg; Eintritt 5 Euro, kein VVK

Mit Ghost Towns zeigt English verlassene Siedlungen in Queensland. Geisterstädte, die abseits der großen australischen Highways in vollkommener Abgeschiedenheit dem langsamen Verfall preisgegeben sind. Sie stammen aus der Zeit des Goldrausches im 19. Jahrhundert und wurden, als die Goldadern versiegt waren, von ihren Einwohnern wieder verlassen. Nur oberflächlich wahrgenommen scheinen diese Orte jedoch still und ausgestorben zu sein. Lässt man sich auf sie ein, offenbaren sie eine ungeheure Vielfalt an Geräuschen und visuellen Eindrücken. Das belegen die atmosphärischen Video-Bilder von Lawrence English, zu denen er live spielt . Die scheinbaren Gegensätze von optischen und akustischen Eindrücken verschmelzen zu homogenen, rhythmischen Klangmustern.

Nicht die verlassene Stadt aus der Vergangenheit, sondern die menschenleere Stadt der Moderne ist im Kontrast zu English das Thema der Freiburger Künstler Ephraim Wegner, Facet_T, Linear B, Ralf Freudenberger, Roland Sproll und Uwe G. Hoenig.
Die Motive dazu liefert der Science-Fiction-Film Quiet Earth von 1985, in dem ein fatales Experiment dafür sorgt, dass alle Menschen von der Erde verschwinden – bis auf einen.
Jeder Künstler entscheidet sich für eine der unwirklichen und mächtigen Szenen des Films, die er im Anschluss an deren Vorführung losgelöst vom Bild live interpretiert. Die suggestive
Eindringlichkeit und emotionale Aussagekraft der Bilder sollen so zu Harmonie, Klang und Geräusch, ihre Abfolge und ihr Zusammenhang zu Rhythmus und musikalischer Struktur
werden.

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