Wir danken Andreas Stulz

Andreas Stulz fast 40 Jahre an den Jazz & Rock Schulen Freiburg

Foto: Andreas Stulz (links), Tom Timmler (rechts)

Seit fast 40 Jahren dabei und noch nicht müde!

1984 wurden die Jazz & Rock Schulen gegründet. Andreas Stulz ist Schüler fast seit Anbeginn. Um genau zu sein, ist er der langjährigste Schüler der Jazz & Rock Schulen Freiburg. Es muss im Jahr 1988 gewesen sein, als Andreas Stulz mit dem Unterricht am Saxophon bei Tom Timmler begonnen hat. Wir haben mit ihm und seinem Lehrer Tom über seine Zeit an der JRS gesprochen.

„Ich kam vom Free Jazz“, sagt Andeas Stulz. „Mir gefiel die Musik von Archie Shepp und Cecil Taylor.“ Das Spielen hatte er sich selbst ein bisschen beigebracht. Eine Fanfare, die er geschenkt bekommen hatte, hatte den Ausschlag gegeben und den Ehrgeiz geweckt, ihr Töne zu entlocken. Später hat er sich ein Altsaxophon gekauft. Zum Üben war er oft draußen unterwegs, unter anderem unter Brücken an der Dreisam. „Da wurde ich schon auch mal gebeten, den „Krach“ einzustellen“, erzählt Andreas Stulz lachend.

Musik machen um abzuschalten und sich neu zu fokussieren

Mit dem Unterricht an den Jazz & Rock Schulen hat er angefangen, während er bereits als Arzt mit dem Schwerpunkt Psychotherapie voll im Beruf stand. Der Musikunterricht hat ihm geholfen abzuschalten und Abstand von der Arbeit zu gewinnen. Das kann er anderen nur empfehlen: „Ein Instrument zu spielen schult die Konzentrationsfähigkeit und lenkt den Fokus auf eine andere Tätigkeit“, so Stulz.

Und so hat er diesen Unterricht auch immer beibehalten. Dass er so lange als Schüler geblieben ist, hängt aber auch mit seinem Lehrer Tom Timmler zusammen. Denn Toms Philosophie ist es, seinen Schüler zu fordern, ihn aber nicht zu überfordern. „Das richtige Maß an musikalischem Fortschritt“, sagt Tom, „erhält langfristig den Spaß am Musizieren“. Daraus hat sich eine lange musikalische Beziehung entwickelt.

Vier Jahrzehnte Musikunterricht

In mehr als drei Jahrzehnten, hat Andreas Stulz auch den Wandel an den Jazz & Rock Schulen direkt miterlebt. Zwei Umzüge, vom Fabrikgebäude in der Tullastraße ins E-Werk im Jahr 1989 und von dort in den Kulturpark im Jahr 2004 hat er mitgemacht.

Schon manches Mal, erzählt Andreas Stulz, wurde er irritiert gefragt, warum er immer noch Unterricht nehme, er könne doch bereits Saxophon spielen. Andreas Stulz sagt, dass dem die naive Annahme zugrunde liege, dass man ein Instrument lernt und es dann irgendwann kann. Er sieht das anders, fühlt sich noch immer als Anfänger. Für ihn ist Musik eine Lebensbegleitung, eine Beschäftigung, die gut tut. Und Musik bietet so viele Möglichkeiten, immer wieder Neues zu entdecken.

Wir hoffen, dass er sich diese Neugierde auch weiter erhalten kann und danken Andreas Stulz für seine langjährige Treue. Für die Zukunft wünschen wir ihm weiterhin viel Freude mit seinem Saxophon!

 

 

Das Gespräch mit Andreas Stulz und Tom Timmler führten Arthur Adler und Eva Simon am 21. Februar 2022.

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